Dates and Events

Sunday, 11.03.2018 - 14:00, Roter Ochse, Am Kirchtor 20 b, 06108 Halle (Saale)

Der Zweite Weltkrieg hat gezeigt, welche verheerenden Auswirkungen die strikte Missachtung von Menschenrechten haben kann. Es war kein Zufall, dass bereits wenige Monate nach Beendigung des Krieges eine Fachkommission der Vereinten Nationen gegründet wurde, um einen internationalen Menschenrechtskodex zu entwickeln. Am 10. Dezember 1948 wurde ohne Gegenstimmen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen verabschiedet.

Angesichts der Hetze gegen Geflüchtete, den Brandstiftungen in Asylunterkünften oder der Morddrohungen gegen Menschen, die sich für Geflüchtete einsetzen, wollen wir zeigen, welche Verbrechen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verursachen kann.

Wir führen daher an Orte von Menschenrechtsverletzungen während des Nationalsozialismus’ in Halles Innenstadt. Durch die Begegnung mit der Geschichte am eigenen Wohnort wird historisches Geschehen konkret fassbar. Eine intensive Auseinandersetzung mit lokalen Orten und Ereignissen im eigenen Lebensumfeld kann dazu beitragen, das historische Bewusstsein zu erweitern. Der Stadtrundgang „Täterspuren“ setzt sich mit den Verbrechen des faschistischen Halle auseinander und stellt die Errungenschaft der Menschenrechtserklärung demgegenüber.

Dauer: ca. 2 Stunden (ca. 3.5 km)

Start- und Endpunkt: Gedenkstätte „Roter Ochse“ 

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gedenkstätte "Roter Ochse" Halle (Saale) zu den Bildungswochen 2018 in Halle.

Gern machen wir gesonderte Führungen für Schulklassen: Terminabsprache bitte per Mail an kontakt@halle.ai-campus.de

Thursday, 25.01.2018 - 19:00, Hörsaal XIII, Löwengebäude, Martin-Luther-Universität

Vortrag zur Situation der Menschenrechte in Katar mit anschließender Diskussion

Vortragende: Ursula Kneer, Augsburg

Katar ist ein reiches Land. Aber es ist auch bekannt wegen des menschenunwürdigen Umgangs mit Arbeitsmigranten, die auf zahlreichen Baustellen eingesetzt werden, darunter auch derer für die Fußball-WM 2022. Auch die Menschenrechte der Arbeitsmigrantinnen, die in Haushalten beschäftigt sind, werden vielfach missachtet. Die Vortragende wird das System darstellen, das diese Zustände zulässt.

Ursula Kneer ist Mitglied der Länderspezialgruppe der deutschen Sektion von Amnesty International zu Saudi-Arabien und den anderen Golfstaaten.

Zum ausführlichen Amnesty-Bericht geht es hier:

Wednesday, 17.01.2018 - 19:30, Hörsaal XIII, Löwengebäude, Martin-Luther-Universität

Lange wurde das Thema Intersex, trotz seiner Bedeutung, von der Öffentlichkeit und vom Staat kaum beachtet. Nun hat das BVerfG beschlossen, dass für Menschen, die sich biologisch nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordnen lassen, ein alternativer Geschlechtereintrag als „Intersex“ oder „divers“ im Geburtenregister möglich sein muss. Neben der Nichtanerkennung eines eigenen Geschlechts erfahren viele intersexuelle Menschen weitere schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen. Viele Kinder werden nach ihrer Geburt kosmetisch operiert, sodass sie dann „eindeutig“ männliche oder weibliche Genitalien haben.

Dadurch werden die Kinder nicht nur bevormundet, es kommt auch zu Verstümmelungen, starken Schmerzen und psychischen Problemen.

- Was genau bedeutet „Intersex“?
- Wie ergeht es Intersexuellen in unserer Gesellschaft und unserem Staat?
- Welche Folgen haben diese Eingriffe für die Kinder?
- Wie wichtig ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts und was ändert es für die Zukunft?

Mit diesen Fragen und mehr werden wir uns zusammen mit Lucie Veith von Intersexuelle Menschen e.V. am 17.01.2018 im Raum XIII auseinandersetzen.

Sunday, 10.12.2017 - 00:00, verschiedene
+++ 29.11.-10.12.2017 an 10 Orten in Halle. Finale am 10.12. im Peißnitzhaus +++
 
DEIN BRIEF KANN LEBEN RETTEN.
 
Jedes Jahr fordern Hunderttausende Menschen weltweit anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden. Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Und sie machen Regierungen Druck: Einen einzelnen Brief können die Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen, lassen sich nicht ignorieren! Zu Unrecht inhaftierte Menschen werden freigelassen, diskriminierende Gesetzestexte geändert und politische Aktivistinnen und Aktivisten in ihrer Arbeit unterstützt und gestärkt.
 
An jedem Ort (siehe unten) findet ihr eine Fallbeschreibung, einen Musterbrief, einen Stempel sowie einen Amnestybriefkasten vor.
-> Brief selber schreiben oder Musterbrief unterzeichnen
-> in den Amnestybriefkasten einwerfen
-> Stempelkarte ausfüllen
 
FINALE: Sonntag, 10.12.2017 10-18 Uhr Amnestystand am Peißnitzhaus
-> Infos und News zu allen Fällen. #jederbriefzählt
-> Musterbriefe & Stempel zu allen Fällen. #write4rights
-> für ausgefüllte Stempelkarten gibt’s ein Heißgetränk und eine kleine Leckerei #jederstempelzählt
 
10 Fälle. 10 Orte:
+ Einstein, von-Seckendorff-Platz, 06120 Halle
+ Goldene Rose, Rannische Straße 19, 06108 Halle
+ Juridicum, Universitätsplatz 5, 06108 Halle
+ Nachbarschaftsladen, Freiimfelder Straße 13, 06112 Halle
+ Peißnitzhaus, Peißnitzinsel 4, 06108 Halle
+ Gedenkstätte Roter Ochse, Am Kirchtor 20b, 06108 Halle
+ Spielehaus (Franckesche Stiftungen), Franckeplatz 1, 06110 Halle
+ Universitätsklinikum (Lehrgebäude), Ernst-Grube-Straße 40, 06120 Halle
+ Welcome-Treff, Waisenhausring 2, 06108 Halle
+ Weltladen, Rannische Straße 18, 06108 Halle
 
Weitere Infos zu den Fällen und zum Briefmarathon allgemein:
Thursday, 26.10.2017 - 19:00, Uni Halle

Bei einem kleinen Infoabend informieren wir über die Arbeit von Amnesty International im allgemeinen und die Arbeit unserer Gruppe im speziellen. Genügend Zeit zum Fragen stellen, wird auch sein. Schaut gern einfach vorbei.

Thursday, 26.10.2017 - 19:00, Hörsaal D, Melanchthonianum

"Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut…Wut führt zu Hass… Hass führt zu unsäglichem Leid." Yoda (Star Wars: Die dunkle Bedrohung)

Zu Beginn des neuen Semesters laden wir euch herzlich zum allgemeinen Infoabend ein. Ihr könnt erfahren, wie die weltweit und größte Menschrechtsorganisation Amnesty International funktioniert und was ihr selber hier vor Ort in Menschenrechte anpacken könnt.

Saturday, 08.07.2017 - 10:00, Universitätssportplatz Ziegelwiese, An der Schleuse 11, 06108 Ha

Auch dieses Jahr wird wieder das Sportfest für Jedermensch - gemeinsam gegen Rassismus in Kooperation mit dem Sportverein Roter Stern Halle e.V. stattfinden.

>>>>>> Zur Anmeldung: www.ai-campus.de/turnier <<<<<<

Saturday, 01.07.2017 - 12:00, Hasi, Hafenstraße 7, 06108 Halle

Falls ihr Lust habt einen Einblick in die Arbeit von Amnesty zu bekommen, dann kommt zu unserem Workshop auf dem Zitterhüttenfestival. Am 01./02.07 um 12 Uhr habt ihr die Möglichkeit selbst "Briefe gegen das Vergessen" zu schreiben. Wir werden euch vier Fälle vorstellen und ihr könnt dann selbst einen Text dazu formulieren oder unsere Musterbriefe unterzeichnen.

Am Stand könnt ihr außerdem euch eigene Buttons basteln! Wir haben eine Buttonmaschine und Rohlinge da. Designed euch selber Motive oder bringt Stoffreste mit um schmucke Stoffbuttons zu basteln!

Wir freuen uns auf euch!

Friday, 23.06.2017 - 18:00, Orientalisches Institut, Mühlweg 15, 06114 Halle

Zur Langen Nacht der Wissenschaften sind wir mit einem Infostand im Orientalischen Institut vertreten und stellen euch unsere aktuelle Postkartenaktion zum Menschenrecht Asyl vor. Wir möchten die Nacht nutzen, um kurz vor der heißen Wahlkampfphase an die Parteivorsitzenden der Parteien zu appelieren, sich für die Einhaltung des Menschenrechts auf Asyl im Bundestagswahlkampf einzusetzen.

Kommt vorbei und unterzeichnet Postkarten!

Tuesday, 20.06.2017 - 18:30, Zazie, Kleine Ulrichstraße 22, 06108 Halle

Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V., das Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage, der Stura Uni Halle und Amnesty International Halle laden ein:

DEPORTATION CLASS

Das Thema »Abschiebung« ist eine Blackbox: Viele haben eine Ahnung, was es bedeutet, doch nur wenige haben einen tatsächlichen Einblick in den Umfang und die Folgen von Abschiebungen. Der Dokumentarfilm DEPORTATION CLASS will diese Blackbox ausleuchten und zeichnet dafür ein umfassendes Bild der staatlichen Zwangsmaßnahmen: Von der Planung einer Sammelabschiebung über den nächtlichen Großeinsatz in den Unterkünften der Asylbewerber_innen bis zu ihrer Ankunft im Zielland und der Frage, was die Menschen dort erwartet. Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch mit Mitarbeiter_innen des Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt zum Thema geben.

Eintritt: 5 Euro (3 Euro ermäßigt)

Mehr Infos: http://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2017/06/20-06-in-halle-deportation-class-filmvorfuehrung-zum-weltfluechtlingstag/

Friday, 28.04.2017 - 20:00, Postkult e.V., Böllberger Weg 5

Mit dem Fahrradkino zeigen wir ganz ökologisch und open Air den zweiten prämierten Langfilm des Menschrechtsfilmpreises 2016. Einlass 20Uhr, Beginn ca. 21Uhr. Eintritt frei!

„Where to, Miss?“ von Manuela Bastian [83min]
Devki lebt im ständigen Konflikt zwischen dem Wunsch nach Emanzipation und den fest verankerten Traditionen der indischen Gesellschaft. Der Film Where to, Miss? begleitet diese mutige junge Inderin innerhalb von drei Jahren durch drei unterschiedliche Lebensabschnitte: Tochter, Ehefrau, Mutter. Ihr größter Wunsch ist es Taxifahrerin zu werden. Sie möchte andere Frauen sicher nach Hause bringen und finanziell unabhängig sein. Um ihr Ziel zu erreichen, muss sie sich zuerst gegen ihren Vater, dann gegen ihren Ehemann und schließlich gegen ihren Schwiegervater durchsetzen. Devki's Alltag ist davon geprägt, ihre Lebensvorstellung gegen andere zu verteidigen und für sich selbst einen Weg zu finden, ihre Träume zu verwirklichen, ohne dabei ihre Familie zu verlieren. Anhand des Schicksals von Devki erzählt Where to, Miss? warum es für eine indische Frau so schwierig ist, sich aus den traditionellen Rollenbildern zu befreien.

Wednesday, 26.04.2017 - 17:00, Puschkinhaus, Kardinal-Albrecht-Straße 6, 06108 Halle

Am 26. April wird im Puschkinhaus Halle die Lange Nacht des Menschenrechts-Films stattfinden. Hier werden fünf preisgekrönte Filme der 10. Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises vom Dezember 2016 gezeigt. Veranstaltet wird die Lange Nacht des Menschenrechts-Films von Amnesty International Halle zusammen mit dem Friedenskreis Halle, der Katholischen Pfarrei St. Franziskus, der Bahá'í-Gemeinde Halle und dem Halleschen Institut für Medien. Die prämierten Filme machen alle sichtbar, wie Menschenrechte weltweit unter Druck geraten.

Wann: Mittwoch, 26. April 2017
Einlass 17 Uhr, Beginn 18 Uhr

Wo: Puschkinhaus Halle - Theatersaal
Kardinal-Albrecht-Straße 6, 06108 Halle

Was: In der Langen Nacht werden fünf ausgewählte Preisträger-Filme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016 gezeigt. Filmemacher*innen und Expert*innen sind zum Publikumsgespräch geladen. Durch den Abend führt Moderator Markus Wutzler (Friedenskreis Halle). Der Eintritt ist frei.


Bei der Langen Nacht des Menschenrechts-Films in Halle sind folgende Werke zu sehen:
Kategorie Amateure: Morgenland von Sonja Elena Schroeder, Luise Rist, Hans Kaul und Thomas Kirchberg (2015, Essayfilm, 34 Minuten)
Kategorie Kurzfilm: Esperanza 43 von Oliver Stiller (2015/2016, Dokumentarfilm, 20 Minuten)
Kategorie Magazinbeitrag: Mexiko - Künstler gegen das Verbrechen von Alexander Bühler und Jens-Uwe Korsowsky (2015, Magazinbeitrag/Kultur, 7 Minuten)
Kategorie Bildung: Durch den Vorhang von Arkadij Khaet (2016, Drama, 27 Minuten)
Kategorie Langfilm: cahier africain von Heidi Specogna (2016, Dokumentarfilm, 119 Minuten)

Zum Beispiel Mexiko: 43 Studenten verschwinden spurlos. Aber ihre Eltern, Geschwister und Freunde geben sie nicht auf und kämpfen unbeirrt weiter – für die Vermissten, für Aufklärung, für die Menschenrechte. Bei der Langen Nacht des Menschenrechts-Films können sich Interessierte davon beeindrucken und berühren lassen, wie couragierte Menschen in aller Welt elementare Rechte täglich neu erstreiten. Die Geschichten führen uns nach Mexiko, Indien, Zentralafrika, Israel – und Deutschland.

„Unsere Idee ist es, Menschenrechtsverletzungen anzuprangern“, erläutert Marko Junghänel, Gesamtkoordinator des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises. „Darüber hinaus geht es darum, Erfolgsstorys zu schildern, bei denen der oft gefährliche Kampf für das empfindliche Gut der Grundrechte am Ende mit Erfolg gekrönt war: als Vorbild und zur Ermutigung für andere.“

Aus 385 eingereichten Filmproduktionen hat eine 20-köpfige Fachjury die besten ausgewählt. Preise wurden in den fünf Kategorien Langfilm, Kurzfilm, Magazinbeitrag, Hochschule und Amateure vergeben. Zusätzlich wurde ein Preis in der Sparte Bildung verliehen. Der Wettbewerb um die besten deutschsprachigen Produktionen zum Thema Menschenrechte fand 2016 zum 10. Mal statt.

Der Eintritt ist frei. Reservierungen sind nicht möglich. Der Theatersaal ist barrierefrei erreichbar.

Weiterführende Informationen:
www.menschenrechts-filmpreis.de


Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

Thursday, 20.04.2017 - 09:00, Campus Uni Halle

Wie jedes Jahr stellen sich einen Tag lang alle studentischen Initiativen auf dem Campus in der Innenstadt vor. Auch wir sind wieder dabei.

Kommt vorbei an unserem Stand um uns kennenzulernen und euch über unsere Aktionen und Arbeitskreise zu informieren!

Wednesday, 22.03.2017 - 18:00, Volkspark Schleifweg 6, 06114 Halle

Fünf Jahre nach Bekanntwerden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) berichten die NSU-Monologe der Bühne für Menschenrechte e.V. von den Kämpfen dreier Familien der Opfer. Dabei erzählen sie nicht von namenlosen Opfern, sondern von Elif Kubaşık und Adile Şimşek und dem gewaltvollen Verlust ihrer Ehemänner sowie von İsmail Yozgat und der Trauer um seinen Sohn.
So werden intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit vermittelt und ein Bild von einer deutschen Gesellschaft gezeichnet, in der Rechtsextremismus erstarkt und institutioneller Rassismus ein großes Defizit in deutschen Behörden darstellt. Die NSU-Monologe entstanden durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen - ein Werk zeitgenössischer Geschichtsschreibung, das in Zeiten des Erstarkens der AfD und des europäischen Faschismus an Aktualität kaum zu überbieten ist.
Im Anschluss dazu findet ein Publikumsgespräch mit Expert*innen statt.

Die Veranstaltung ist für alle zugänglich, unabhängig ihrer körperlichen und sprachlichen Voraussetzungen.

Eine Veranstaltung innerhalb der 6. Bildungswochen gegen Rassismus

Sunday, 12.03.2017 - 14:00, Roter Ochse, Am Kirchtor 20 b, 06108 Halle (Saale)

Der Zweite Weltkrieg hat gezeigt, welche verheerenden Auswirkungen die strikte Missachtung von Menschenrechten haben kann. Es war kein Zufall, dass bereits wenige Monate nach Beendigung des Krieges eine Fachkommission der Vereinten Nationen gegründet wurde, um einen internationalen Menschenrechtskodex zu entwickeln. Am 10. Dezember 1948 wurde ohne Gegenstimmen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen verabschiedet.

Angesichts der aktuellen Hetze gegen Geflüchtete, den Brandstiftungen in Asylunterkünften oder der Morddrohungen gegen Menschen, die sich für Geflüchtete einsetzen, wollen wir zeigen, welche Verbrechen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verursachen kann. Wir führen daher an Orte von Menschenrechtsverletzungen während des Nationalsozialismus’ in Halles Innenstadt. Durch die Begegnung mit der Geschichte am eigenen Wohnort wird historisches Geschehen konkret fassbar. Eine intensive Auseinandersetzung mit lokalen Orten und Ereignissen im eigenen Lebensumfeld kann dazu beitragen, das historische Bewusstsein zu erweitern. Der Stadtrundgang „Täterspuren“ setzt sich mit den Verbrechen des faschistischen Halle auseinander und stellt die Errungenschaft der Menschenrechtserklärung demgegenüber.

Dauer: ca. 2 Stunden (ca. 3.5 km) , Start- und Endpunkt: Gedenkstätte „Roter Ochse“ Halle (Saale)

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gedenkstätte "Roter Ochse" Halle (Saale) zu den Bildungswochen in Halle.

In der Woche vom 13. bis 17.03.2017 bieten wir den Stadtrundgang zusätzlich für Schulen an. Terminabsprache bitte per Mail an kontakt@halle.ai-campus.de

Sunday, 18.12.2016 - 00:00, Verschiedene

Briefeschreiben kann Leben retten, das zeigt der weltweite Briefmarathon, den Amnesty International jedes Jahr rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember startet. Dabei schreiben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt innerhalb weniger Tage Millionen Briefe für Menschen in Gefahr.

In Halle könnt ihr vom 05.12.-16.12.2016 Briefe schreiben:

-täglich 11.30-14Uhr in der Harz-Mensa (Harz 41, 06108 Halle)

-täglich 10-18Uhr im Weltladen (Rannische Str. 18, 06108 Halle)

-täglich ca. 8-20Uhr im Foyer des Löwengebäudes (Universitätsplatz 11, 06108 Halle)

Außerdem jederzeit online: www.briefmarathon.de

Monday, 14.11.2016 - 20:00, Luchs.Kino am Zoo, Seebener Straße 172, 06114 Halle

VIACRUCIS MIGRANTE - Kreuzweg der Migrant_innen

Im Anschluss des Films werden wir uns mit Regisseur, Journalist und Aktivist Hauke Lorenz unterhalten, der gleichzeitig Sprecher der Amnesty Koordinationsgruppe für Mexiko- und Zentralamerika (CASA) ist.

"Viacrucis Migrante" ist ein Dokumentarfilm über Männer, Frauen und Kinder, die vor den existentiell bedrohlichen Verhältnissen in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala Richtung Norden fliehen. Sie begeben sich auf eine lebensgefährliche Reise mit ungewissem Ausgang. Kurz hinter der südmexikanischen Grenze finden sie eine Herberge mit Menschen, die ihnen dabei helfen wollen, das Martyrium der mindestens 1.700 Kilometer langen Reise Richtung USA zu überstehen.

"Migrieren ist ein Recht und kein Verbrechen", sagt Alberto aus Honduras. Er ist mit zwei Freunden zu Fuß nur mit einem Rucksack über der Schulter auf dem Weg in die USA. Der Filmemacher Hauke Lorenz trifft die drei Flüchtlinge in Mexiko zufällig auf der Straße und begleitet sie zu ihrem ersten Ziel hinter der Grenze: Die "La72", eine spezielle Herberge nur für Migrant_innen und Flüchtlinge in der kleinen Stadt Tenosique. Jedes Jahr am Karfreitag brechen einige von ihnen von dort aus auf, um die letzte Teilstrecke durch Mexiko gemeinsam zu gehen.

Die Herberge wird von einem Franziskanerorden betrieben. Doch auch an diesem sicheren Ort kommen die Migrant_innen nicht zur Ruhe. Sie treffen auf Leidensgenossen, die ebenfalls Abschiebungen, Überfälle, sexuelle Gewalt und Angriffe erlebt haben.

Der Film begleitet drei zentralamerikanische Migrant_innen auf einem Teilstück ihrer Flucht in den Norden - einer lebensgefährlichen Reise, auf der sie Risiken wie Entführung, Vergewaltigung und Überfällen ausgesetzt sind.

Mit seinem Langfilmdebüt (61 Minuten, Spanisch mit deutschen Untertiteln) gelingt es dem Hamburger Ethnologen, Lateinamerikanisten und Amnesty-Mitglied, die individuellen Geschichten von Alberto und seinen Weggefährten zu erzählen. "Viacrucis Migrante - Kreuzweg der Migrant_innen" lässt sie erklären, warum sie ihr Leben auf einer Reise durch eines der gefährlichsten Länder der Welt in die Ungewissheit riskieren.

Trailer: viacrucismigrante.com

Vorfilm:

Samira

von Charlotte A. Rolfes, D 2015, 17 Min

Janosch, ein Dolmetscher, wird zu einem Polizeieinsatz am Hamburger Hafen gerufen. Eine junge Afrikanerin hat sich auf einem Frachter verbarrikadiert und droht damit, sich umzubringen. Um sie zur Aufgabe zu bewegen, verspricht ihr Janosch seine Hilfe, die plötzlich weit über das hinausgeht, was er sich vorgestellt hat.

Im Rahmen der Filmreihe: www.globale-in-halle.de

Thursday, 20.10.2016 - 19:00, Goldene Rose Halle, Rannische Straße 19

Du möchtest dich für Menschenrechte einsetzen?

Wir laden alle Menschen ganz herzlich zu unserer Informationsveranstaltung ein. Wir möchten zusammen einen Briefmarathon starten und können euch dabei in entspannter Atmosphäre beim einen oder anderen Getränk einen Überblick über unser Engagement und die einzelnen Arbeitsgruppen geben und eure Fragen beantworten.

Wir freuen uns auf euch :)

Thursday, 06.10.2016 - 16:00, Welcome-Treff (Waisenhausring 2)

Mit dem sogenannten Integrationsgesetz ist am 06.08.16 auch die darin enthaltene Wohnsitzregelung in Kraft getreten. Danach sollen anerkannte Geflüchtete für drei Jahre in dem Bundesland wohnen müssen, dem sie zur Durchführung ihrer Asylverfahren zugeteilt wurden.

Bis Mitte Oktober will das Land ein Konzept über die Ausgestaltung der Wohnsitzauflagen in Sachsen-Anhalt vorlegen. Verlautbarungen des Innenministers lassen vermuten, dass weitere Einschränkungen auf einzelne Kommunen oder Landkreise geplant sind.

Wohnsitzauflagen verletzen nicht nur das Recht auf Freizügigkeit, sie erschweren oftmas auch Integration.

Nach einem Überblick über den Stand der Einführung der Wohnsitzauflagen in Sachsen-Anhalt und deren praktischen Auswirkungen möchten wir mit euch ins Gespräch kommen über Handlungsmöglichkeiten. Wir wollen mit euch diskutieren, ob und wie auf die Ausgestaltung der Wohnsitzauflagen noch Einfluss genommen werden kann und was nach deren Einführung getan werden muss.

Die Veranstaltung wird unterstützt und für Fragen stehen vor Ort bereit:

- Asyl Arbeitskreis von Amnesty International Halle
- no Lager Halle

Amnesty International Stellungnahme zum Integrationsgesetz

 

Tuesday, 04.10.2016 - 09:00, Melanchthonanium, Hörsaal XX, Uni-Campus

Neben anderen studentischen Initiativen stellen auch wir uns den neuen Studierenden vor. In der Zeit von 9Uhr - 10.30Uhr mit einer kurzen Präsentation im Hörsaal XX.

Danach könnt ihr uns bei einem persönlichen Gespräch am Infostand im Hörsaal C/D kennenlernen.

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